Unterwegs im Wald
- Simone
- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Liebe Naturfreunde,
was gibt es Schöneres, als im Frühling, wenn die Natur wieder erwacht, durch den Wald zu laufen. Die Sonnenstrahlen scheinen durch die Baumkronen, sofort ist man umgeben von Vogelgezwitscher und dem Trommeln der Spechte. Bei mir stellt sich da umgehend ein wohliges Gefühl ein. Kennt ihr das auch?
🌳 Begegnungen im Frühlingswald
Auf dem Weg zum Waldweiher schaute ich aufmerksam nach allen Seiten, was es abseits des Weges zu entdecken gibt. Ein Eichhörnchen hüpfte flink über den Waldboden. Nach dem Ende der Winterruhe sind die Tiere nun wieder aktiver und die erste Setzzeit steht an. Dieses Eichhörnchen war auf Nahrungssuche und bewegte sich nahezu geräuschlos und wendig durch das Laub. An einem Baumstamm sitzend entdeckt es mich schließlich - unsere Blicke trafen sich. Es schaute neugierig, bevor es in rascher Eichhörnchen-Geschwindigkeit den Baum aufwärts rannte.

Im Frühlingswald zeigen sich immer wieder Teppiche mit hübschen Buschwindröschen. Die gelben Staubblätter bilden einen schönen Kontrast zu den weißen Blütenblättern.

Dieser kleine Faulbaum-Bläuling begleitete mich ein Stück und ließ sich immer wieder auf ein Blatt am Boden nieder. Von Weitem klein und unscheinbar, lassen sich in der Nahaufnahme die schwarze Fleckenzeichnung auf der Flügelunterseite sowie die schwarz-weiß geringelten Fühler bestaunen.


🐸 Laichzeit bei den Erdkröten
Angekommen am Waldweiher sah ich zunächst - nichts. Doch als ich mich dem Schilfbereich näherte, fand ich sie - die Erdkröten. Von ihren Winterquartieren sind sie nun am Laichgewässer angekommen. Gut getarnt, teilweise unter Wasser, zwischen den Schilfhalmen konnte ich einige Erdkröten beobachten. Blubb – für den Bruchteil einer Sekunde tauchte ein Kopf aus dem Wasser auf.

Im Gegensatz zu Grasfröschen, welche ihre Eier ballenartig an der Wasseroberfläche absetzen, heften die Erdkröten meterlange doppelsträngige Schnüre an Schilfhalme.

Dieses verkuppelte Erdkrötenpaar war gerade im freien Wasser unterwegs, bevor es wieder am Teichrand Deckung suchte. Nach etwa zwei Wochen – je nach Temperatur auch etwas später – schlüpfen die Kaulquappen. Mal sehen, ob ich beim nächsten Besuch am Waldweiher welche entdecke.

✨ Highlight: Die Gemeine Winterlibelle
Als aufmerksame Beobachterin suchte ich zudem den Teichrand ab und fand sie – die Gemeine Winterlibelle. Im Gegensatz zu anderen Libellenarten überwintert die Gemeine Winterlibelle (neben der weitaus geringer vorkommenden Sibirischen Winterlibelle) nicht im Ei- oder Larvenstadium - sondern als ausgewachsenes Insekt in Winterstarre. So kann man sie selbst im Winter als aufmerksamer Beobachter und mit etwas Glück in Wald entdecken, oft weit abseits eines Gewässers. Im März und April kehren sie dann zur Paarung und Eiablage wieder an Gewässer zurück. Ich konnte die Gemeine Winterlibelle an einem Waldweiher sowohl am Teichrand sitzend als auch bei der Paarung beobachten.

📸 Waldmotive kreativ fotografieren
Von den hübschen Buschwindröschen nahm ich bodennah ein Einzelporträt auf. Wieder einmal war ich begeistert, wie präzise und scharf der Autofokus der R7 die feinen Strukturen der gelben Staubblätter erfasste.

Am Waldweiher fielen mir filigran gezeichnete Blätter ins Auge. Ich nutzte das auf die Wasseroberfläche einfallende Sonnenlicht, um ein funkelndes Bokeh im Hintergrund einzufangen.

🌟 Fazit
Wenn ihr aufmerksam durch den Wald lauft, werdet ihr mit tollen tierischen Beobachtungen und schönen Pflanzenmotiven belohnt. Gleichzeitig könnt ihr die wunderbar entspannende Atmosphäre des Waldes genießen.
Ich danke euch fürs Lesen! Liebe Grüße, Simone
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